Was kommt bei den Deutschen auf den Tisch, wie oft und wo kommt es her? Das sind Fragen, mit denen sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit Unterstützung des Meinungsinstitutes forsa, schon zum dritten Mal beschäftigt hat. Mittels computergestützter Telefonumfragen wurden rund 1000 Bürger/innen ab 14 Jahren befragt. Als Ergebnis gibt es den Ernährungsreport 2018. Repräsentativ? Ja. Doch ein gewisser Beigeschmack bleibt. Denn der Ernährungsreport 2018 wurde seit der Veröffentlichung Anfang des Jahres zum Teil stark von den Medien kritisiert und diskutiert.

92% der Befragten wollen sich gesund ernähren

Dass die Tendenz für eine gesundheitsbewusste Ernährung bei den Deutschen in den letzten Jahren zugenommen hat, ist deutlich zu merken. Doch 92% erscheinen uns da schon fast zu viel, zumal die Fast-Food-Branche weiterhin boomt. Auch in unseren Betriebsrestaurants kann kaum ein anderes Gericht der Currywurst mit Pommes den Rang ablaufen. Wir denken, dass es eben einen Unterschied gibt zwischen „sich gesund ernähren wollen“ und „sich tatsächlich gesund ernähren“. Bei Fragen dieser Art, werden die Menschen oft dazu verleitet, lieber gesellschaftskonform zu antworten, statt ein vermeintliches Manko zuzugeben.

Was kommt auf den Teller?

Da wir wissen wollen wo das Essen auf dem Teller herkommt, ist 78% der Befragten die Regionalität der Lebensmittel wichtig. Frauen (85%) wohl mehr als Männern (70%). Informationen über die genauen Inhaltstoffe und Nährwerte sind genau wie im Vorjahr ein wichtiges Thema. So sagten 41 % der Befragten, dass sie auf die verschiedenen Gütesiegel achten würden. Deswegen haben unsere Küchenleiter die Vorgabe, mindestens 50 % aller Lebensmittel regional zu beziehen. Das heißt, dass z. B. die Brötchen vom örtlichen Bäcker kommen, das Fleisch vom Metzger nebenan, usw… Das fördert nicht nur die Region, sondern spart auch lange Lieferwege. Zudem können unsere Gäste Zusatzstoffe und Allergene jederzeit einsehen.

Mehr bezahlen, den Tieren zuliebe

Besonders am Herzen liegt den Befragten das Wohl der Tiere. Die Mehrzahl, nämlich 90%, ist bereit tiefer für Lebensmittel in die Tasche zu greifen, wenn es den Tieren dafür nachweislich besser geht. Knapp mehr als die Hälfte (57%) gibt gleichzeitig an, dass der Einkauf preiswert sein sollte. Das könnte erklären, warum die etwas teureren Bioprodukte trotzdem relativ selten im Einkaufskorb landen. Vielleicht mangelt es manchen auch einfach am Vertrauen in die Bezeichnung „Bio“, die vor einigen Jahren noch recht inflationär verwendet wurde? Fakt ist aber, dass den Menschen das Bewusstsein für eine artgerechte Tierhaltung immer wichtiger wird, und das ist in unseren Augen eine sehr gute Entwicklung.

Die Jugend kocht nicht mehr selbst!

Die Zeiten haben sich gewandelt und alles muss schneller gehen…Von der heutigen Jugend wird oft behauptet, dass es weniger selbst bzw. gar nicht mehr kocht. Trotzdem gaben 83% der 14 bis 18-Jährigen und 76% der 19 bis 29-Jährigen an, dass sie gerne kochen. Laut Umfrage stehen 71% der 14 bis 18-Jährigentäglich, 2-3-mal pro Woche oder mindestens einmal pro Woche am Herd. Von den 19 bis 29-Jährigen sind es sogar 84%, fast die gleiche Prozentzahl wie bei den 45 bis 59-Jährigen (86%).  Gleichzeitig beobachten wir, dass die Nachfrage an To Go-Produkten in unseren Betriebsrestaurants und Cafeterien steigt. Jedoch nicht so gravierend, dass wir unseren Gästen „Kochunlust“ unterstellen wollen. Vielleicht ist es nicht mehr der Schweinebraten, der am Sonntagmittag in den Ofen geschoben wird – aber wir denken, dass auch die jüngere Generation trotz Zeitmangel noch gerne den Kochlöffel schwingt.

Unser Fazit

Eine Garantie, dass Umfragen dieser Art wirklich repräsentativ die aktuellen Umstände wiederspiegeln, hat man nie.  Interessant sind sie allemal! Denn sie machen uns bestimmte Tendenzen deutlich und geben uns einen Einblick in die Essgewohnheiten von uns Deutschen: Der Trend geht hin zur gesunden Ernährung, Regionalität und artgerechterer Tierhaltung. Auch ist „der Jugend von heute“ die Lust am Kochen noch nicht vergangen. Für uns natürlich besonders begrüßenswert!

Hier geht‘s zu unseren Rezepten 😉 !

 

Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie hier:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Forsa_Ern%C3%A4hrungsreport2018.html

Fachmagazin Ernährungsumschau 2/2018:“Kritisches Medienecho zum Ernährungsreport“

 

 

4 Kommentare

  1. SkyTech

    ich danke dir für die Antwort! 🙂

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  2. DiamondDRE

    Ich ernähre mich auch schon seid dem 16 ten Lebensjahr vegetarisch. Ich kann es nicht mit mir vereinen tote Tiere zu essen damit ich satt werde. Ich liebe Gemüse und Früchte so sehr, ich kann mir garnicht vorstellen mich anders zu ernähren. Am liebsten esse ich Nudeln und alles was mit Nudeln 🍜 zu tun hat.

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    • rraschke

      Wir freuen uns sehr über deinen Kommentar zu diesem Artikel.
      Danke für deine Offenheit. Es ist schön zu „lesen“ dass eine vegetarische Ernährung keinesfalls eine reine Einschränkung bedeutet, sondern genauso ein Genuss-Erlebnis bieten kann wie die Ernährung mit Fleisch.
      Sicherlich kann und muss dies nicht auf jede Person so übertragen werden. Doch gegen das Einlegen des ein oder anderen „Veggi-Days“ motoviert es manch einen bestimmt!:)

      Den Trend, dass das Bewusstsein für dieses Thema steigt, begrüßen wir auf jeden Fall sehr.

      Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen des Blogs!

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  3. furtdsolinopv

    This really answered my problem, thank you!

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