Wenn ich als Diätassistentin gefragt werde „Ich wiege 90 kg und bin 1,85m groß, ist das noch ok?“, kann ich nicht immer gleich eine exakte Antwort geben. Ich kann ihm dann zwar den BMI* ausrechnen. Doch es kommt dabei nicht nur aufs Gewicht, sondern auch auf die Körperzusammensetzung, Stichwort „Körperfett“, an. Wer Sport macht und Muskeln aufbaut, ist natürlich schwerer – ohne deswegen zu dick zu sein. Deswegen bieten meine Kolleginnen und ich an unseren Infoständen Körperfettmessungen per Handgerät an. Die Messung ist schnell gemacht und wir können direkt einen Richtwert für die gemessene Person geben.

Hier auf dem Bild waren wir in der Uferstadt Fürth zu einem Gesundheitstag vor Ort und haben interessierte Gäste zu ihrem Körperfettanteil aufgeklärt und beraten.

Was ist eine BIA Messung?

BIA ist die Abkürzung für „bioelektrische Impedanzanalyse“. Egal ob mit einem Handgerät, einer Fettwaage oder mit Elektroden (im liegenden Zustand) … Alles geschieht mittels eines schwachen Wechselstroms, welcher durch den Körper geleitet wird.
Fettmasse leitet z. B. nicht so gut wie Muskelmasse und setzt daher mehr Widerstand entgegen. Daraus lassen sich dann bestimmte Messwerte ableiten, die die Zusammensetzung des Körpers und eben auch den Anteil des Körperfettes widergeben.

Keine Angst, das Ganze tut nicht weh und versetzt auch keinen Stromschlag. Der Strom ist so gering, dass man ihn nicht mal merkt. Also völlig unbedenklich. Menschen mit Herzschrittmachern sollten trotzdem auf eine Messung verzichten. Schwangere, Bodybuilder, Kinder und weitere Personengruppen bilden weitere Ausnahmen. Die Messungen weisen hierbei je nach Methode keine annehmbaren Werte auf. 

 

Wo?

Körperfettmessungen werden z. B. bei einigen Hausärzten oder Sportmedizinern angeboten. Die Durchführung ist jedoch meist nicht kostenfrei. Um den Trainingserfolg zu messen bieten auch viele Fitnessstudios BIA-Messungen als Service für ihre Mitglieder an. Vermehrt werden solche Messmethoden auch bei Aktionen zur Gesundheitsprävention durchgeführt. Vielleicht treffen Sie ja auch mal auf meine Kolleginnen oder mich im Rahmen eines Aktionstages von Dorfner Catering 🙂 .

Wussten Sie…,

dass sich die tatsächliche Körperzusammensetzung nie auf den Punkt genau bestimmen lässt?  Dazu sind selbst die besten Geräte nicht ausreichend.

Die Unterschiede

Wie es so oft der Fall ist muss man die Geräte natürlich unterscheiden. Ein Handgerät ist längst nicht so genau und gibt weniger Messwerte wieder. Dafür bekommt man aber sehr schnell das gewünschte Ergebnis.
Andere Methoden wie beispielsweise die liegende Variante dauern da schon sehr viel länger und sind von einer geschulten Fachkraft durchzuführen, welche die Elektronen an den richtigen Körperstellen platziert. Diese erlauben dafür aber eine ausführlichere Auswertung.

Mein Fazit

Ich finde die Möglichkeit der Körperfettmessung ist eine interessante Messmethode. Sie bemisst nicht nur die Körpergröße in Bezug auf das Gewicht, wie der BMI, sondern zieht Faktoren wie Fettmasse und fettfreie Masse mit ein.
Vor allem wenn man den körperlichen Fortschritt beobachten möchte, bietet die Methode eine gute Möglichkeit. Denn eine regelmäßige Messung unter gleichen Bedingungen lässt einen Verlauf erkennen, der beim Erreichen eines Ziels motivieren kann.
Es gibt viele Einflussfaktoren (Tageszeit, vorherige Speisenaufnahme, Art des Gerätes etc.), welche es schwer machen optimale Ergebnisse zu erzielen. Daher beharren Sie nicht nur auf Messzahlen einer BIA-Messung, sondern hören Sie auf ihr Körpergefühl und ziehen zur Not noch andere Messmethode in den Vergleich.

 *BMI=Body-Mass-Index

 

 

 

Haben Sie ihr Körperfett schon mal messen lassen oder hatten Sie noch nie die Möglichkeit? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen zu dem Thema!

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